15.03.2018

„Made4Recycle“ – Verpackungen, Design und Interseroh

In Europa wurden im Jahr 2016 laut den Informationen von „Plastics Europe“ rund 27 Millionen Tonnen Plastik gesammelt – diese Tendenz ist seit Jahren steigend. Obwohl allein schon eine beeindruckende Zahl, entspricht dies allerdings weniger als 30 Prozent der in Umlauf gebrachten Gesamt-Plastikmenge in der EU. Von den 27 Mio. t gesammelten Material wird im EU-Schnitt der Großteil nach wie vor verbrannt (41 Prozent). Weitere 27% werden in Deponien aufgeschüttet , lediglich 32%, also knapp ein Drittel, werden dem Recycling zugeführt-.

Schätzungen gehen davon aus, dass auf diesem Weg bis zu 95 Prozent des Plastikwerts verloren gehen. In Zahlen ausgedrückt: zwischen 70 und 105 Milliarden Euro werden jedes Jahr verschwendet(Quelle: EllenMcArthur Foundation: The new plastics economy 2016).

Warum ist das trotz Umweltbemühungen nach wie vor der Fall? Nun, das hat mehrere Gründe.

  • Eine der Hauptursachen sind schlechte Verpackungen: Designschwächen können dazu führen, dass Sortier- und Recyclinganlagen Materialien nicht richtig erkennen, z.B. durch die Verwendung von übergroßen Labels, schwarz gefärbten Plastiks und dergleichen.
  • Ebenfalls nachteilig ist es, wenn Verpackungen aus vielen unterschiedlichen Materialien bestehen. Die Trennung ist dann entweder sehr unpraktisch – nehmen wir als Beispiel ein Nutella-Glas: Kunststoffdeckel, Kartoneinlage im Deckel, Aluminiumverbund als Schutzfolie, Glaskörper, Papierlabel bedeuten 5 Trennprozesse für ein Produkt, welche kaum jemand wirklich durchführt. Oder eine Trennung ist überhaupt unmöglich, wie etwa bei einer mit Aluminium beschichteten Chipstüte.
  • Zuletzt trägt jedoch auch der Verbraucher eine Schuld, denn auch recyclingfreundliche Verpackungen landen immer wieder in den falschen Mistkübeln.

Um der Verschwendung entgegenzuwirken gibt es mehrere Initiativen. Auf globaler Ebene wurde im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jänner 2018 das PACE Programm vorgestellt (Platform for accelerating the circular economy). Im Zuge dessen haben sich 11 multinationale Konsumgütergiganten dazu verpflichtet, bis 2025 100 Prozent ihrer Verpackungen so zu gestalten, dass sie recycelbar, kompostierbar oder für die Wiederverwendung nutzbar sind. Zu den Firmen, die allein für jährlich 6 Millionen Tonnen Plastikverpackungen verantwortlich sind, gehören: Amcor, Ecover, evian, L’Oréal, Mars, M&S, PepsiCo, The Coca-Cola Company, Unilever, Walmart, and Werner & Mertz.

Auf europäischer Ebene verabschiedete die Europäische Kommission 2017 die Strategie für Plastik in der Kreislaufwirtschaft. Ziel ist es, bis 2030 100 Prozent der Plastikverpackungen in der EU recyclingfähig zu machen. Die Infrastruktur für Sammlung und Recycling, sowie ein Markt für Sekundärrohstoffe existieren bereits und werden ausgebaut. Neu hinzu kommen Maßnahmen, welche Produktdesign verbessern, das Aufkommen von Einwegverpackungen verringern und biologisch abbaubare Ersatzmaterialien fördern sollen.

Hier kommt Interseroh Deutschland mit seinem Service „Made4Recycle“ ins Spiel! Motto: Interseroh macht‘s möglich! „Made4Recycle“ ist ein Beratungsservice für das Design von recyclingfreundlichen Verpackungen. Die angebotenen Service-Leistungen umfassen dabei:

  • Prüfung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen post-use: Analyse und Bewertung der Recyclingfähigkeit durch unsere Experten in Materiallabors und Sortieranlagen
  • Individuelle Beratung und Beantwortung einzelner Fragen durch unsere Experten
  • Erarbeitung von Handlungsempfehlungen
  • Seminare zu technischen und regulativen Gegebenheiten

Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gerne!

Nähere Informationen zu „Made4Recycle“:

Erfahren Sie noch mehr:

 

zurück